Surfverlauf im Browser löschen und verwalten

Vertiefungsartikel
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Autor: 
Kei Ishii
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Im Surfverlauf merken sich Webbrowser alle zuletzt besuchten Webseiten. Der Benutzer kann darin nachschauen, was er sich in letzter Zeit angesehen hat. Aber auch andere könnten den Surfverlauf ausspähen. Ein sorgfältiger Umgang und regelmäßiges Löschen ist daher ratsam.

Wer mit einem Webbrowser im Internet surft, kommt schnell von einem Thema zum nächsten und stößt dabei auf die verschiedensten Seiten. Es kommt vor, dass man etwa nach einigen Tagen nachvollziehen möchte, welche Seiten man damals besucht hat. Hier hilft der so genannte Surfverlauf (auch Browserverlauf, Chronik oder englisch „browser history“ genannt) des Webbrowsers weiter.

Was ist der Surfverlauf?

Im Surfverlauf werden die Adressen aller Webseiten gespeichert, die der Benutzer besucht hat. Wie lange diese Adressen gespeichert bleiben, hängt von der Einstellung im Browser ab: Von Hause aus sind die Browser so eingestellt, daß der Verlauf der letzten drei bis zwölf Wochen gespeichert bleiben.

So praktisch diese Verlauf ist, so problematisch kann diese Speicherung werden, wenn andere Zugang zum Surfverlauf erhalten: Am Arbeitsplatz, im Internet-Café, in der Familie: Nicht immer möchte man offen zeigen, welche Webseiten man in den letzten Wochen besucht hat. Überdies sind seit längerer Zeit Methoden bekannt, mit der Außenstehende Zugriff auf den Surfverlauf nehmen können. So ist etwa bekannt geworten, dass Angreifer die persönliche Identität eines Benutzers in sozialen Netzwerken nur durch Einsicht des Surfverlaufs rekonstruieren können (wir berichteten). So erschlichene Informationen ließen sich dann beispielsweise für Phishingattacken, Spammails oder auch nur agressive Werbestrategien einsetzen. Ein bewußter Umgang mit dem Surfverlauf ist daher jedem zu empfehlen. Aber wie?

Bewußt mit dem Surfverlauf umgehen

Jeder moderne Webbrowser bietet inzwischen verschiedene Möglichkeiten zum Umgang mit dem Surfverlauf. Das reicht von der Löschung des gesamten Verlaufs bis hin zur Entfernung einzelner Einträge. Auch läßt sich die Aufzeichnung des Verlaufs in verschiedener Weise beschränken. Welche Möglichkeiten in welchem Browser zu Verfügung steht, finden Sie in unseren Anleitungen zu dem jeweiligen Webbrowser. Hier werden die grundsätzlichen Möglichkeiten kurz skizziert.

Den Surfverlauf per Hand löschen

Wenn Sie die normalen Einstellungen Ihres Webbrowser nicht geändert haben, so finden Sie im Surfverlauf die Adressen aller Webseiten, die Sie in den letzten Wochen besucht haben. Alle Webbrowser bieten hier die Möglichkeit, den gesamten Suchverlauf auf einmal zu löschen. So kann auch kein anderer mehr darauf zugreifen.

Wem dies zu radikal ist, der kann auf die Möglichkeiten der meisten Browser zurückgreifen, einzelne Einträge zu löschen. Dies kann jedoch sehr zeitintensiv werden, denn unter Umständen sammeln sich über die Zeit buchstäblich Hunderte bis Tausende von Einträgen an. Hier bieten einige Browser die praktische Möglichkeit, die Einträge zu gruppieren – nach dem Datum, oder nach Website. So lassen sich etwa alle Einträge löschen, die an einem bestimmten Tag gespeichert wurden, oder alle Einträge einer bestimmten Website wie Facebook, Spiegel oder Verbraucher-sicher-online.

Den Surfverlauf automatisch beschränken

Es kann auf die Dauer zeitaufwendig werden, den Surfverlauf jedesmal per Hand zu löschen und verwalten. Daher bieten die meisten Webbrowser automatische Funktionen an, um die Speicherung des Surfverlaufs zu beschränken.

Die einfachste Möglichkeit ist die zeitliche Beschränkung der Aufzeichnung. In allen Webbrowsern werden die Einträge im Surfverlauf nach einem voreingestellten Zeitraum gelöscht. Diese Einstellung läßt sich in jedem Webbrowser ändern, so dass die Einträge etwa nach einem Tag oder einer Woche automatisch gelöscht werden. In einigen Browsern läßt sich die Aufzeichnung des Suchverlaufs sogar ganz abschalten.

„Privates“ Browsen

Die neuen Versionen der bekannten Browser – Internet Explorer ab Version 8, Firefox ab Version 3.5, Safari ab Version 4 – bieten eine Möglichkeit, mit der man die Speicherung nicht nur des Surfverlaufs, sondern auch anderer Daten (Cookies, Passwörter, Namen heruntergeladener Dateien usw.) kontrollieren kann. Dieser Modus eignet sich am besten, um zu verhindern, dass jegliche Datenspur im Browser verbleibt. „Private Browsen“ muß aber bei den meisten Browsern jedes Mal explizit aktiviert werden.

Den Surfverlauf in Browser löschen und einstellen

In den unten stehenden Verweisen finden Sie für die verbreitetsten Webbrowser – Internet Explorer, Firefox, Safari und Chrome – Anleitungen, wie sie den Surfverlauf löschen und einstellen können.

Beachten Sie dabei, dass jeder Webbrowser etwas unterschiedliche Begriffe benutzt: So heißt der Surfverlauf bei Internet Explorer etwa „Browserverlauf“ oder „Webseitenverlauf“, bei Firefox „Chronik“ und bei Safari „Verlauf“.